Samstag, 4. Februar 2012

Es ist wie ein Schlag mitten in die Fresse. 
Tränen. Wie kleine Bäche suchen sie sich den Weg über mein Gesicht und lassen meine Schminke verlaufen. Aber das ist mir in diesem Moment scheißegal.
Ich kann nichts daran ändern. Es kommt wie es kommt und ich bin machtlos.

Mein bester Freund liegt so gut wie im Sterben.


Ja, ihr habt richtig gelesen. Mein bester Freund stirbt. Weder er noch ich können es ändern. Diese Nachricht traf mich gestern mitten ins Herz. Ich weiß nicht was ich tun soll. Er hat einen  Gehirntumor oder ein Gerinnsel, die Wahrscheinlichkeit dass er stirbt liegt bei über 75 %. Ist vielleicht nicht viel. Aber wem sage ich das überhaupt. Am 23. ist sein Termin in der Notaufnahme. Er sieht es als Befreiung an. "Es kommt wie es kommt. Ich war vorher schon so gut wie tot, dann bin ich es dann eben ganz." Das waren seine Worte. Er sagte mir auch, ich solle nicht weinen wegen ihm. Und mir keine Sorgen machen. Das ist leicht gesagt. Aber wenn ein Teil deines Herzens stirbt, wie kannst du dann deine Tränen zurückhalten? Das ist so gut wie unmöglich.
Dennoch hoffe ich weiter. Hoffe, dass es gut ausgeht. Hoffe auf das ersehnte Happy End in seinem Leben. Natürlich, ich liebe ihn. Er ist mein bester Freund. Er hat so viel Scheiße mitmachen müssen. So viel überstanden und weitregekämpft. Ist das sein Lob, ja? Ist es das Einzige was er verdient hat? Das Sterben? Das ist so ungerecht. 
Auch jetzt, wo es so aussichtslos erscheint, kämpft er. Nicht für sich. Für die Anderen. Er kämpft um das Lächeln auf ihren Gesichtern und das was er will ist, dass sie nicht weinen und dass es ihnen gut geht.
Jemanden wie ihn muss man bewundern.
Life's liberty. Leben ist Freiheit. Die Freiheit, alles tun zu können, liegt immer in deiner Hand. Auch, wenn du dem Tode so nah bist.

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